Hornissen- & Wespenschutz


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der schöne Naturgarten

Geschichten, Witze und Lieder

Die Geschichte aus dem Garten

Es war einmal in einem schönen Naturbelassenen Garten.
Was für ein herrlicher Sommertag sagte der Vater vom kleinen Richi und fügte hinzu, dass er nun endlich mal wieder den Rasen mähen müsste. Fortan machte er sich ans Werk und holte die Maschine aus Blech mit den Messern hervor und begann den Rasen zu mähen.
An einem Busch stieß er mit dem Mäher gegen die dünnen Stammäste und alsgleich wurde er umzingelt von vielen schwarz gelben Wespen. Eines dieser Fluginsekten stach zu und der Vater suchte sofort das Weite.
Was war passiert?

Es war einmal in einem schönen Naturbelassenen Garten.
Was für ein herrlicher Sommertag sagte Königin Veolia, sie ist eine Mittlere Wespe. Sie gründete Ende April in diesem Busch im Garten Ihr Volk. Viele Strapazen und Gefahren nahm sie bis zum heutigen Tage auf sich. Ihr Volk ist nun schon fast fertig ausgebildet und in 1-3 Wochen werden alle Ihre Töchter darunter auch Prinzessin Diane das Nest als Jungkönigin verlassen, um selbst im nächsten Jahr eine richtige Königin zu werden. Alle freuen sich schon auf diesen Moment. Veolia jedoch wird in diesem Jahr noch sterben, denn Sie hat Ihre Aufgabe für das Überleben Ihrer Art erfüllt. Viele Arbeiterinnen gaben Ihr Leben nur für diese Aufgabe hin.
Prinzessin Diane saß gerade auf der Außenhülle und ließ sich von der Sonne verwöhnen. Ein paar Arbeiterinnen hielten wache nahe bei Ihr. Die Prinzessin freute sich schon auf den Moment irgendwann selbst Königin zu sein und viele Töchter haben zu dürfen um auch letztlich dafür im nächsten Jahr Ihr Leben für viele andere zu geben. Eine kurze Erschütterung störte Ihre Träume und Ihre Schwestern die Arbeiterinnen strömten hervor um die Umgebung nach Gefahren abzusuchen. Nach der Rückkehr berichteten die Wächter von einem riesigen Wesen und das es in die Flucht geschlagen wurde. Keine Gefahr mehr denn jetzt ist ja klar, dass wir hier sind und es nicht wollen wenn man uns zu nahe kommt, sagte die Arbeiterwächterin, die durch Ihren Mut das Wesen stechen konnte.
Unbeirrt dem was nun passieren sollte, verrichteten alle Wespen im Volk weiter Ihre Aufgaben. Was wird passieren?

Es war einmal in einem schönen Naturbelassenen Garten.
Was für ein herrlicher Sommertag zum arbeiten, sagte der Mann, den der Vater vom kleinen Richi zu Hilfe rief um das Problem mit den schwarz gelben Viechern zu lösen. Er zog sich einen festen Schutzanzug an, holte aus einer Kiste eine Blechdose raus und ging zum Busch. Drei vier Mal stach der Mann mit einer Spritzkanüle in das Nest der Wespen und sprühte zum Abschluss die Außenhülle noch kräftig ein. So das sollte reichen um die Plagegeister loszuwerden, sagte er mit einem erfüllten schmunzeln. Die Insekten fielen Reihenweise aus dem Nest zu Boden krümmten sich, zappelten noch ein wenig und dann war bald Totenstille eingekehrt.
Was passierte hier nur?

Es war einmal in einem schönen Naturbelassenen Garten.
Was für ein herrlicher Sommertag hörte Richi seinen Vater sagen bevor er nach draußen ging um den Rasen zu mähen. Richi war noch gerade dabei für den Biologieunterricht ein paar Tiere zu studieren. Plötzlich kam der Vater schreiend ins Haus gelaufen und schimpfte: "diese Biester, ich werde sie auslöschen". Daraufhin ging er zum Apothekerkasten und schmierte eine Salbe auf seinen Arm. Was ist Papa, fragte Richi. Wir haben im Garten hinten im Busch ein riesen Wespennest und die sind wie die wilden auf mich los gegangen und haben mich gestochen. Die sind sehr gefährlich und wir müssen sie abtöten lassen. Ich dulde Sie nicht in meinem Garten. Er rief kurzer Hand einen Kammerjäger an.
Als dieser kam fragte Richi den Mann was er denn nun mache. Er erklärte, dass im Garten ganz aggressive Wespen leben würden, die er unbedingt vernichten muss. Daraufhin ging er hinaus und sprühte das Nest mit einem chemischen Mittel tot. Richi sah aus sicherer Entfernung dem Mann dabei zu. Es dauerte gerade mal 5 Minuten bis der Mann fertig war. Die Arbeit der Wespen von 4 Monaten zu zerstören war wohl ein Kinderspiel.
Richi war ein wenig verwundert, denn gestern erst hat er in der Nähe noch auf den Blumen Bienen und Hummeln bei der Arbeit zu gesehen und nichts von den Wespen bemerkt.
Warum passierte da nichts?

Es war einmal in einem schönen Naturbelassenen Garten.
Was für ein herrlicher Sommertag für die Wespen im Busch. Es sind sehr seltene Wespen der Art Mittlere Wespe. Aufgrund Ihrer Lebensweise als Freinister werden Sie vom Menschen sehr schnell entdeckt. Da diese Wespen einen natürlichen Instinkt haben und Ihr Nest beschützen wollen, kommt es nicht selten vor, dass jemand der dem Nest zu nahe kommt oder es erschüttert aus Notwehr gestochen wird. Erst jetzt Ende August, obwohl das Nest schon im April gegründet wurde. So wie bei Richi`s Papa. Die Wespen spürten die Erschütterung durch den Aufprall des Rasenmähers am Busch. Daraufhin vermuteten Sie Gefahr für Leib und Volk. Die Unwissenheit des Vaters, dass diese Wespen jetzt gerade am Höhepunkt und fast am Ende des Nestlebens angekommen sind und das sich Stiche bei richtiger Verhaltensweise vermeiden ließen- wurde diesen armen Insekten aber nun zum Verhängnis. Selbst der Mann der das Nest mit chemischen Mitteln abgetötet hatte wusste nichts davon, dass es sich um sehr seltene Wespen handelte.
In wenigen Minuten wurde durch ein Nervengift eine ganze Generation an Wespen gedankenlos abgetötet. Das Leben von Königin Veolia, Ihrer Tochter der Prinzessin Diane und den vielen andere Prinzessinnen, viele arbeitende Weibchen und einige Männchen wurden ausgelöscht. Die Prinzessin welche gerade noch von einem Leben im kommenden Jahr als Königin träumte liegt nun tot auf dem Boden des schönen Naturbelassenen Gartens.

Es war einmal ein Nest der Königin Veolia. Es war einmal Prinzessin Diane. Was einmal war das kommt nicht wieder, weil es passiert ist.
Der Mensch ist passiert.
Was war denn nun so schön an dem Naturbelassenen Garten ?
Die Moral von der Geschichte. Mutter Natur ist unser Freund- drum töte Sie nicht!
Richi selbst ist heute ein Erwachsener Mann und hat Angst vor Wespen, nur weil sein Vater damals gestochen wurde und niemand nach dem warum fragte.
Ihr liebe Kinder seid die Zukunft der Natur. Ihr seit die Träger mit dem Wissen warum ist und warum passiert die Natur. Wir sind ein Teil der Natur und müssen uns jeden Tag um Sie kümmern.
Ihr müsst keine Angst vor Wespen, Hornissen, Bienen und Hummeln haben.

Wenn man die Lebensweise und die Vielfalt der Lebewesen kennt, dann verstehen wir Zusammenhänge und können uns ein wenig damit verbinden. Erst müssen
wir wissen- dann sollten wir handeln.
Würdet Ihr jemanden fremden gegen euren Willen denn in euer Haus lassen?

Wespen stechen nicht aus einer Laune heraus, sondern nur wenn Gefahr droht!!

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